• In der Stabsnachbesprechung haben wir noch einmal über die Frage des Umgangs mit dem Tod bei uns im Lager gesprochen und kamen zu dem Schluss hierfür einen allgemeinen Thread zur Diskussion zu eröffnen.


    Zuerst einmal aber zu den rein Regeltechnischen Lösungen was passiert, wenn ein Charakter auf dem Drachenfest stirbt:

    "Nachdem ein Charakter nach den unter „Sterben“ genannten Kriterien gestorben ist, bleibt er zusätzlich noch 5 Minuten dort liegen (zusätzlich zu den ggf. 10 Minuten aus “Sterben“) und begibt sich nach deren Ablauf umgehend ohne Umwege Out-Time zum Limbus oder seinem lagereigenen Kraftplatz."

    "Die Alternative zum Limbus: Mit dieser besonderen spirituellen Fertigkeit ist ein Charakter in der Lage, einen einzelnen Charakter, welcher gestorben ist, im Umfeld des lagereigenen Kraftplatzes zu sehen und am lagereigenen Kraftplatz wieder ins Leben zurückzuholen. Diese Fertigkeit verleiht nicht die Fähigkeit mit den gestorbenen Charakteren zu reden oder zu kommunizieren. Zusätzliche Voraussetzung für diesen spirituellen Spruch ist der Besitz der spirituellen Fertigkeit „Ritualspiritualität“. Im Gegensatz zu anderen spirituellen Sprüchen handelt es sich bei der spirituellen Fertigkeit „Wiederbelebung“ um eine Ritualähnliche Fertigkeit. Das heißt, dass der Anwender für diese spirituelle Fertigkeit ein kleines Ritual abhalten muss, welches mindestens 10 Minuten dauert. Diese Fertigkeit kann immer nur für einen einzelnen Charakter gleichzeitig angewendet werden."

    "Alternativ kann auch der Orden der „Zwielichtwächter“ genutzt werden. Hierzu zieht sich der Spielende nach seinem „Charaktertod“ eine weiße (von ihm mitgebrachte) Schärpe an und geht als „Geist“ zu den Zwielichtwächtern. Er kann durch Charakterspiel von den Zwielichtwächtern wieder ins Leben zurückgeholt werden. Ein „Geist“ kann nicht ins weltliche Geschehen eingreifen. Alles was der Charakter als „Geist“ erlebt hat, entschwindet seinem Gedächtnis komplett, wenn er wieder ins Leben zurückgerufen wurde."


    Also im Endeffekt gibt es Regeltechnisch 3 Optionen:

    Der Gang durch den Limbus

    Am Lagereigenen Kraftplatz durch ein Ritual wiederbelebt werden

    Von einem Zwielichtwächter wiederbelebt werden.


    Alle 3 Optionen schließen ein, dass der Charakter sich an die letzten 15 Minuten vor seinem Tod nicht mehr erinnern kann.


    Da das LKL rein Regeltechnisch keinen Kraftplatz besitzt (nein auch der Pitz ist kein Kraftplatz) fällt diese Option bei uns also weg.

    Zusätzlich gibt es noch die Option, dass ein Charakter durch die Fähigkeit "Regeneration" nicht verblutet/stirbt, sondern mit 0 Lebenspunkten schwer verletzt irgendwo rumliegt.


    Da aber (verständlicherweise) in einem Kampflastigen Lager wie dem unseren die wenigsten Leute Lust haben auf eine Dauerkarte im Limbus, wird bei uns der Tod meistens so gehandhabt, dass man OT zurück ins Lager geht und dort wieder aufploppt.

    Das führt allerdings immer wieder zu der Situation, dass nach einer Schlacht automatisch eine große OT Blase in und um den Biergarten bzw. die Sonnensegel entsteht, was teilweise frustrierend ist für die Leute, die die Schlacht überlebt haben oder sonstwie unterwegs sind.

    Wichtig wäre also, wie dieses Jahr auch schon einmal durchgesagt, dass alle die in der Schlacht gefallen sind, also OT ins Lager zurückkehren (meistens gekennzeichnet durch die falschrum getragene Langwehr) dies NICHT durch den Schlagbaum machen, sondern einen anderen OT Eingang ins Lager wählen.

    Mein persönlicher Wunsch wäre auch, dass man sich dann zuerst einmal unterm eigenen Sonnensegel oder im eigenen Zelt o.Ä. kurz zurückzieht, bis man dann zurück ins Spiel kehrt und die OT Diskussionen/Gespräche über die vorangegangene Schlacht auch in diesen Bereichen führt.

    Soweit denke ich haben wir auch noch einen allgemeinen Konsens (über den es trotzdem gut ist noch einmal zu sprechen).


    Jetzt aber zu der konkreteren Frage:

    Wollen wir weiterhin einfach IT so laissez faire mit dem Tod umgehen, dass wir in einer Schlacht aufgerieben werden und die Leute sterben und wir sind danach einfach wieder da, der IT Mechanismus also weitesgehend ignoriert wird?


    Oder gibt es vielleicht den Wunsch die Option zu haben das Sterben aktiver zu bespielen? Sei es dadurch, dass wir einen Ort haben an dem man als Toter wiederkommen kann, wenn man das "Ich lebe auf einmal wieder aber kann mich an die letzten 15 Minuten nicht erinnern" Spiel bespielen möchte?

    Alternativ wäre mein Vorschlag, solange der tatsächliche Limbus + Friedhof noch in der Nähe ist: Wer grob Regelkonform von den Toten zurückkommen möchte, kann den Limbus ja auch skippen, aber trotzdem auf dem Friedhof wieder aufwachen und ins Lager zurückkehren.


    So oder so, mein Wunsch wäre es, dass alle die tot, also demnach OT, von einer Schlacht zurück kehren, dies so tun dass sie alle noch lebenden nicht in ihrem Spiel stören, auch um Verwirrung vorzubeugen. Und vielleicht schaffen wir es soh auch langfristig wieder etwas mehr Spiel um Verletzungen, Tod und Verlust ins Lager zu bekommen.


    Aber sagt gerne auch eure Meinung dazu!

    "Die ganze Stadt anzünden und die Bourgeoisie abschlachten"

  • Ich kann mich deinem Wunsch nur anschließen. Ganz egal ob man Spiel daraus machen möchte oder nicht.

    Wichtig ist, dass wir die Leute die spielen nicht stören. Nur wer aktuell "am Leben" ist hat rund um den Schlagbaum/Biergarten und andere öffentlichen Bereichen vom LKL etwas zu suchen.

    "Nebeneingang für die Toten" finde ich ganz brauchbar. Leider wird es sich nie komplett und ganz umsetzen lassen, wenn unser Keks über einen sehr langen Zeitraum aufgerieben wird und dann natürlich schon "wieder lebende" im Lager anzutreffen sind aber so wie ich das LKL kenne und liebe steht das Miteinander und die Verbesserung des Lagers immer im Vordergrund weshalb wir zumindest in die, aus meiner Sicht, richtige Richtung arbeiten/versuchen es besser zu machen.

  • Stimme beiden Vorrednern zu. Ich bin dieses Jahr auch einmal durch den Schlagbaum (mit verkehrter Wehr), werde künftig aber außen rum gehen und mich hintenrum rein schleichen.

    Andreas Grimm - Landsknecht aus Oschenheim

  • Vl wäre es eine Idee einen dedizierten OT Eingang zu machen? Also eben für Tote, Duschgängen oder was auch immer. Das macht sowas immer leichter.

    Das gleiche Bezüglich sterben. Ein definierter Bereich gibt dem ganzen immer etwas offizielles und führt dazu das Leute das eher annehmen. Ich habs immer so gehalten das ich im Biergarten aufwache und mich halt nicht erinnern kann. Das is aber natürlich nicht der optimale Platz weil direkt neben dem Schlagbaum

  • Toteneingang auch für zB: duschende find ich gut 👍 könnte man mit nem Eingangstor aus Holz als Stützen und einem☠️💀bemalten Sturzbrett ausbilden.

    Ich muss zugeben, ich bin auch einer der beim Schlagbaum reinlatscht, gelobe aber Besserung.

    Wieder erwachen ist bei mir nach einer ausgedehnten Ruhezeit in unserm Marktstand...

    Eigentlich müssten Führungskräfte wie Rottmeister, Feldweibel e.t.c. von der 15 Minuten Wissenslücke ausgenommen werden, sonnst macht die Besprechung nach jedem Auftrag keinen Sinn weil jeder dann sagen müsste: kann mich nicht erinnern...🤔😱😂


    Ps: falls es dieses Tor geben sollte werde ich die Holzkosten übernehmen und es in Absprache mit der LBK auch bauen

    Mitglied des Gremiums

    Edited once, last by Otto Eisenseite (August 18, 2026 at 10:11 AM).

  • Eigentlich müssten Führungskräfte wie Rottmeister, Feldweibel e.t.c. von der 15 Minuten Wissenslücke ausgenommen werden, sonnst macht die Besprechung nach jedem Auftrag keinen Sinn weil jeder dann sagen müsste: kann mich nicht erinnern...🤔😱😂

    Ist ein Punkt. Da die Hauptmotivation der Besprechungen OT gelagert ist (wir wollen wissen wies euch geht und was euch am Herzen liegt), können wir die aus meiner Sicht auch komplett OT halten und einen anderen Platz als den Biergarten dafür suchen, dann gibts kein Rumgehampel zwecks Tod etc.

  • aber es gibt doch OT Eingänge. jede Brandschneise muss ja offen gelassen werden.

    Auch wenn ich die Idee von Otto irgendwie cool finde aber ich glaube wir haben genug Projekte deren Realisierung wir uns für nächstes Jahr vorgenommen haben.

  • aber es gibt doch OT Eingänge. jede Brandschneise muss ja offen gelassen werden.

    Auch wenn ich die Idee von Otto irgendwie cool finde aber ich glaube wir haben genug Projekte deren Realisierung wir uns für nächstes Jahr vorgenommen haben.

    Aber es is ein unterschied zwischen einem: Hier kannst du reingehen und ein explizitem Eingang. Wenn du was explizit definierst macht es das halt leichter zum Annehmen. Ich mag die Idee vom Otto auch, man kann das sonst ja gaaaanz low levelig auch angehen falls keine Kapazität da ist was zu bauen.

  • Erstmal was schon gesagt wurde, Biergarten nicht als post-Schlacht-OT-Blase befürworte ich genauso wie einen OT Eingang und kann Duschen oder in den OT Teil der Stadt gehen um was zum Schnabulieren zu holen als Überbrückungszeit bis der Rest vom Haufen zurück ist empfehlen.

    Ich hätt echt viel Lust den Tod mehr zu bespielen (oder als Geist ein bisschen Blödsinn mit anderen Geistern zu quatschen bevor ichv zurück komme und mich an nichts erinnere), leider ist das aber meistens an Institutionen gebunden bei denen die Wartezeiten nicht unerheblich sind. Deshalb war ich auch dieses Jahr nicht im Limbus. Gäbe es denn eine Option, lagerintern irgendwas in die Richtung aufzubauen? Muss ja nicht offiziell vom DF abgenommen werden und kann nur von uns bespielt werden [klarere Idee was genau man da machen könnte hab ich grade noch keine].

  • Ich mag die idee vom OT eingang. Muss ja nichts aufgebaut werden. Solange beim Gemein gesagt wird wo der ist und vielleicht eine kleine Tafel sollten reichen.

    Zur Wiederbelebung am Lagerplatz: Habe ich mit dem Orden der Zwielichtwächter angesprochen, niemand dreht uns einen Strick draus wenn das sonst irgendwo im Lager oder auf dem Friedhof passiert. Die sind zwar nicht Spielleitung aber immerhin NSC für die Wiederbelebung deshalb halte ich das für einigermassen belastbar. Ist halt nicht dafür geeignet wenn das ganze Geviert draufgeht, funktioniert nur für einzelne. Geht nicht zu einem Avatar und erzählt dem dass unsere ganzes Lager ein Kraftplatz ist, das wäre keine gute Idee, aber ich glaube dieses Risiko ist eher klein.

  • Ich hatte das gestern schon in der Besprechung erzählt: Im Imperiumslager auf dem Epic gibt es einen Morrshügel (eine Art Friedhof), der auch lagerintern bespielt wird.

    Das kann ich mir jetzt im LKL nicht so gut vorstellen, gleichzeitig ist der Mechanismus dahinter vllt brauchbar: die Toten aus den Schlachten sickern über den OT Weg hinter dem Hügel ins Lagern, ruhen dort kurz (werden vom Klerus bespielt und bewässert) und kommen dann durch das Tor des Friedhos zurück. Da hängt ne fette Glocke und die wird dann geläutet von den einzelnen Leuten, so dass das Lager weiß: aha, die Toten sind zurück.

    Optional hatte ich (ich war/bin dort die Morrpriesterin) eine kleine Kiste mit Zetteln vorbereitet für kleine Spielansätze. Nichts Wildes, sowas wie "du hast heute das Gefühl, das Leben könnte schneller um sein, als du gedacht hattest- vllt möchtest du deine Angelegenheiten mal regeln.....oder einen Streit beenden....oder jemanden sagen, wie gern du ihn/sie hast. "

    Manchmal hatte das Chaos in Absprache was dazu gemogelt oder ich hatte nur kleine Andenken wie ne schwarze Feder/Rose/Kerze....als Angebot reingelegt.

    Ich denke wichtig ist erstmal: Als tote Person einen Weg/Ort haben, um klar erkennbar nicht im Spiel zu sein.

  • Das mit der Glocke hat mich gestern schon fasziniert.

    Meine Idee wäre:

    - Den "Toteneingang" in die Brandschneise links vom Biergarten zu legen, denn in der Regel steuern alle nach der Schlacht auf den Schlagbaum zu. Und so ist der ein oder anderen eher bereit die 5 Meter um den Biergarten zu gehen, als einen komplett anderen Weg zu nehmen.

    - An dieser Brandschneise/Toteneingang steht ein Pfahl mit einer Glocke. Jeder "Tote" leutet diese beim Eintreten mit einem Schlag (Kein Gebimmel, wir sind da nicht auf der Kirmes). Die Lebenden hören die Glocke und können (wenn Bock drauf) ein bisschen Wehmut spielen. Die toten Seelen hören die Glocke ebenfalls, aber ihnen weist sie den Pfad zurück ins Leben.

    Zugegeben. Das gewinnt jetzt keinen Oscar für Dramaturgie, aber ließe sich leicht umsetzen und kann den "Gestorbenen" OT helfen nicht durch den Schlagbaum zu gehen.
    Sollte es mal seitens der SL jemals zu Nachfragen bezüglich unseres Respawns geben, hätten wir zumindest etwas vorzuweisen.

  • Die Nachbesprechung habe ich eigentlich immer stimmig gefunden und die passt auch in den Biergarten. Besonders, da ja auch mit dem Signal dazu aufgerufen wird und dann erst die Versammlung stattgefunden hat.

    Was mMn eher das Thema war, ist das Zurückkehren als verwundeter Resthaufen und man wird gefühlt vom Rest der beim Ausrücken dabei war schon am Lagereingang erwartet.

    Glocke und Zetteln finde ich eine großartige Idee, ich würde es auch schön finden, wenn die Toten erst nach den "lebenden" ins Lager zurückkehren, also erst wenn der Rest des Gevierts wieder im Lager angekommen ist und nicht schon davor.

  • Danke lieber Otto 💕

    Ich lieb deine Idee, Umsetzung und Angebot dich im Vorfeld darum zu kümmern. Wenn du Spenden für das Projekt möchtest bin ich auch gerne bereit dich mit Geld zu bewerfen.

    Mir gefällt auch der markierte OT duschausgang unglaublich gut. Ich fand das nicht vorhande Spiel mit den ganzen unbewaffneten Duschgängern die vielleicht sogar noch erwarten daß du ihnen den Schlagbaum öffnest sehr mühsam.

    Also Danke Tom für die Anregung, allen anderen für die Diskussion und Otto für die ev Umsetzung 💕

  • Bitte, gern geschehen, Katharina 😄

    Mal schaun obs was wird oder ob ne andere Idee verwirktlich wird.

    Spenden brauchts nicht, das finanzier ich selbst.

    Was ich allenfalls bräuchte, wär jemand der zeichnen/malen kann beim Aufbau

    Mitglied des Gremiums

  • Mir gefällt tatsächlich die Totenglocke, von der Morrgreth erzählt hat, sehr gut. Ebenfalls gefällt mir die Idee mit dem Totentor von Otto.

    Aber ich war im Limbus: Direkt hinterm Lager und durchaus bespielbar.


    Wenn wir etwas offizielles aufstellen, möchte ich dort auf jeden Fall eine Strich-Liste aufstellen: Wer reingeht, markiert einen Strich. Ende Jahr sehen wir, wie viel wir für den Vormarsch des Geviertes geopfert haben.

    (...) Passt zur Optik besser als ein 0815 Tellerbarett.

  • Ich find den Totenpunkt/Eingang gut, vor allem als Erinnerungshilfe für einen selber.
    Ich mag ja Wegschrein mit Schädel auch sehr, so der eigene Friedhof quasi. (könnt man eventuell auch mit dieser Gartenthematik verbinden?)

    Dies, Das, Dinge - Char: Okzana Morrowa
    Fledermausmannfrau

  • Wenn wir etwas offizielles aufstellen, möchte ich dort auf jeden Fall eine Strich-Liste aufstellen: Wer reingeht, markiert einen Strich. Ende Jahr sehen wir, wie viel wir für den Vormarsch des Geviertes geopfert haben.

    Oha also auf jeden Fall ein Friedhofs Denkmal für Gefallene mit einem Stift oder Stößel am Band zum einritzen.

    Dies, Das, Dinge - Char: Okzana Morrowa
    Fledermausmannfrau